Unternehmerfrühstück: Effizienter Energieeinsatz in Industrie- und Gewerbegebieten –– Gemeinsam Kosten und Ressourcen sparen


„Grüne“ Wirtschaftsförderung: Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Klimaschutz als Zukunftsthemen in Wirtschaftsförderung und Regionalmanagements


Zero Emission Park: In den Startlöchern


Gespräch der Woche mit Veronika Wolf und Prof. Dr.-Ing. Jorge Marx Gómez


Beitrag über das Projekt Zero Emission Park in der Sendung "nano" (3sat)

Willkommen beim Zero Emission Park

länderübergreifendes Modellprojekt zur Entwicklung nachhaltiger Gewerbegebiete in Deutschland

 

 

 

Die Herausforderung Klimawandel verlangt nach Innovationen: Zero-Emission-Gewerbegebiete, das bedeutet Wirtschaften ohne negative Begleiterscheinungen. Ohne ungewollte mechanische, chemische, akustische und soziale Nebenwirkungen. Wie soll das gehen? Erstmals werden im Forschungsprojekt "Zero Emission Park" in Deutschland länderübergreifend vier bereits bestehende Gewerbegebiete in Bottrop, Bremen, Eberswalde und Kaiserslautern bei einer nachhaltigen Entwicklung unterstützt und begleitet.

 

Ein "Zero Emission Park" ist ein Industrie- oder Gewerbepark, der alle schädlichen Nebenwirkungen des Wirtschaftens im Gebiet reduziert - im Idealfall bis auf Null = "Zero".
Schädliche primäre und sekundäre Nebenwirkungen entstehen bei der Produktion, dem Handel, der Durchführung von Dienstleistungen u. ä. des Industrieparks in seiner Gesamtheit und beziehen sich auf alle ökologischen, ökonomischen und sozialen Nebenwirkungen.
(Veronika Wolf, Projektmanagement "Zero Emission Park", Universität Oldenburg)


Ziel der Firmen ist es nun, möglichst wenig schädliche Nebenwirkungen zu erzeugen - zum Wohl der Firmen selbst, der Gesellschaft, aber auch der kommenden Generationen. In ihren Betrieben setzen diese Unternehmen schon lange Umweltmanagementsysteme, Zertifizierungen nach EMAS oder Ökoprofit, Energie- und Materialeffizienz ein. Das Neue am Projekt Zero Emission Park ist jedoch, dass betriebliches Wissen genutzt und erstmals betriebsübergreifend auf ein gesamtes Industriegebiet angewendet wird. Doch wie können Unternehmen gemeinsam in einem Industriegebiet unter dem Stichwort Null-Emission arbeiten?

 

Null-Emission im Visier

Die teilnehmenden Firmen stellen sich folgende Fragen, zu denen gemeinsam Lösungen entwickelt werden:

Um diese Fragen gemeinsam zu lösen, muss erst eine eingehende Analyse aller "Stoffströme" des Industriegebietes vorliegen, damit eine CO2-Bilanz aufgestellt werden kann.

 

Folgeschritte

Unter dem Gedanken des "CO2e" bietet das Zero-Emission-Konzept eine vergleichsweise einfache Methodik, um dieses Ziel zu erreichen. Jede Emissionsquelle wird mit einem CO2-Wert belegt. Am effizientesten ist es, mit der Reduktion des größten Emissions-Paketes zu beginnen. Das kann der Energieverbrauch sein, der Verkehr oder der Abfall, der im Industriegebiet anfällt. Nach Senkung des Energieverbrauchs erfolgt die Potenzialanalyse, die erfasst, welche Materialien im Industriegebiet genutzt werden. Daraus leiten sich folgende Fragen ab:

Herausforderungen, die sich einerseits durch den persönlichen Kontakt der Unternehmer relativ zügig bewältigen lassen, andererseits jedoch eine hervorragende Netzwerkarbeit und ein ausgeklügeltes IT-System erforderlich machen, um die entsprechenden Synergien herauszubilden.